Adalbert Jablonski |
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IT Technologie- und Prozessberater |
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Im Rahmen diverser Projekte habe ich einige Ergebnisse erarbeitet, die ich Ihnen gerne zur Verfügung stelle - aktuell einige Bemerkungen zum Thema Internetpräsenz am Beispiel eines Versicherungsberaters:
"Können Sie mir eine Homepage erstellen?" - mit dieser Frage konfrontierte mich ein Versicherungsberater, der über einen Bekannten meine Telefonnummer bekommen hatte. "Natürlich" antwortete ich, "aber zuerst sollten wir uns erst einmal unterhalten, damit ich Sie und Ihre Wünsche kennenlerne!"
"Muss das sein, ich habe kaum Zeit!" antwortete dieser, "kommen Sie mit 250,-- Euro hin?"
"Ich fürchte, ich komme mit Ihnen nicht hin", antwortete ich - "wenn Sie keine Zeit für die Besprechung Ihrer Webpräsenz aufwänden möchten, passen wir beide wohl nicht zusammen!"
Unser gemeinsamer Bekannte verstand nicht, warum wir beide nicht zueinander fanden, vielleicht verstehen Sie es, wenn Sie dieses Skript gelesen haben.
Vor dem Wunsch, eine Website zu haben, sollte zuerst die Analyse stehen, vor der Analyse muss zuerst einmal eine Basis geschaffen werden, dass Berater und Kunde die gleiche Sprache sprechen.
Homepage (gesprochen: houmpäitsch) - eine Zusammensetzung aus den Worten Home (Heim) und Page
(Seite) also genau genommen die Heim-Seite - die Seite, die Sie beim Eingeben der Adresse
www.jaycon.de direkt angesprungen haben.
Vielleicht bekommt jetzt die Aussage: "Homepagegestaltung schon für 100 Euro" einen ganz neuen Sinn,
das Stellenangebot "Homepageentwickler gesucht" bezieht sich demzufolge auf einen Beruf mit
geringerer Anforderung - wörtlich genommen.
Website (gesprochen: webbseit), auch "Site" - ein Bereich auf einem Webserver, der eine Sammlung
von Webseiten und sonstigen Dateien bereit hält. Die Ähnlichkeit der Worte Website und das deutsche
Webseite führt oft dazu, dass die beiden Worte fälschlicherweise synonym gebraucht werden.
Unabhängig davon, ob Sie Ihr Geschäft neu beginnen oder bereits etabliert sind - irgendwann kommt der Wunsch nach der Internet-Präsenz.
Die Motive hierfür sind verschieden:
Der eine erhofft sich bessere Geschäfte, der andere will den Abstand zu der im Netz
präsenten Konkurrenz einfach nur ausgleichen.
Obwohl jeder Gewerbetreibende für sich in Anspruch nimmt, dass er als Experte seinen Beruf
besser beherrscht als jeder Laie und von daher zwar möglicherweise teurer aber in jedem Fall besser (wertiger) ist,
versucht man dieses Prinzip für sich selbst häufig auszuhebeln und denkt darüber nach, wie man
möglichst billig seine Internetpräsenz (laienhaft?) bekommt:
"Ist da nicht irgendwo ein Schüler, der das für ein Paar Euro so nebenbei machen kann?"
Wer mit seinem gewerblichen Webauftritt ernst genommen werden möchte, sollte auch mit der
entsprechenden Seriosität auftretet.
Dies beginnt bereits bei der E-Mail-Adresse. Sicher, Anbieter wie GMX oder Freemail bieten
kostenlose E-Mail-Adressen für jedermann, aber gerade das macht in der Aussenwirkung keinen
guten Eindruck (hat da jemand etwa kein Geld für eine "ordentliche Adresse"?).
Die Vergänglichkeit dieser Adressen ist sozusagen Programm. Was nichts kostet, wird
entsprechend viel genutzt, Fachleute empfehlen sogar, dass jeder möglichst viele Adressen
auf sich anmeldet und sie - um vor SPAM besser geschützt zu sein - für
verschiedene Zwecke einsetzt (eine für privat, eine für persönliche Vorlieben,
eine für Hobbies und und und). Die Folge: Bestimmte sprechende Adressen sind nur noch mit
einer Zahlenerweiterung erhältlich (Jablonski29@gmx.de wirkt nicht besonders - oder?),
bzw. der Provider erweitert seine Kennung und vergibt jetzt die Möglichkeit Jablonski@gmx.
de, Jablonski@gmx.com, Jablonski@gmx.net.
Stellen Sie sich einmal vor, Ihr größter Konkurrent besorgt sich die mit Ihrer Adresse
korrespondierende (nur die Endung anders) - wie wahrscheinlich ist es, dass für Sie bestimmte
Mails irrtümlich bei ihm landen?
Wie wahrscheinlich ist es, dass diese kostenlosen Provider am Markt (ohne Geld einzunehmen)
überleben können bzw. was wird mit allen Adressen geschehen, damit doch noch Geld in die
Kasse kommt? Wird sich Ihr Kunde freuen, wenn er mit jeder E-Mail von Ihnen eine Werbebotschaft
Ihres Providers erhält (Achtung: ab sofort vergünstigte DSL-Tarife bei XYZ)?
Eine Adresse wie Vorname.Name@t-online.de wirkt da deutlich besser - aber
ein ganzer Adress-Block wie z. B. info@Firma.de, Vorname.Name@Firma.de, Buchhaltung@Firma.de,
Jobs@Firma.de und damit logischerweise verbunden die Internet-Präsenz www.Firma.de
macht erst einen wirklich professionellen Eindruck!
Wie soll Ihre Domain enden?
.de für Deutschland (regional), .com für kommerzielle Unternehmen, .info, .biz, .org oder gar .eu?
Wer übernimmt die Anmeldung dieser Domain - welche rechtlichen Recherchen sind vorzunehmen,
um nicht gegen Patente und Markenrechte zu verstoßen (die Abmahner warten schon)?
Wer kommt als Web-Hoster in Frage, welche Leistungspakete sind aktuell und in der Zukunft
erforderlich und sinnvoll? Welcher Server wird eingesetzt (Linux, Microsoft kann elementar sein - Microsoft erlaubt z. B. Groß- und Kleinschreibung ohne Unterschied, Linux ist hier "case sensitive" - unterschiedliche Schreibweisen sind unterschiedliche Ziele),
wie hoch ist die durchschnittliche Erreichbarkeit?
Wer designt die Website - welche Hilfsmittel werden eingesetzt? Sind die Mehrpreise für
programmierte Seiten im Gegensatz zu automatisch generiertem Code sinnvoll eingesetzt?
Hier geht es unter anderem um Geschwindigkeit - automatisch generierter Code ist in der Regel
umfangreicher und somit auch langsamer. Wer zu lange warten muss, klickt sich auf die nächste
Site - vielleicht die Ihres größten Konkurrenten - weiter, um Kompatibilität (ist die Seite
auf alle gängigen Browser abgestimmt (nicht jeder Internetbenutzer hat den Microsoft Explorer),
sind Bilder hinreichend kommentiert, damit auch Blinde oder Sehbehinderte die Informationen der
Site nutzen können - Barrierefreiheit?
Auch die Pflege ist bei einer sauber geschriebenen website deutlich schneller zu realisieren - Sie wollen im Nachhinein den Hintergrund, die Schriftfarbe/-größe oder die Schriftart im Rahmen eines CI (Corporate Identity) anpassen, spätestens jetzt wissen Sie die Qualität eines Fachmanns von Beginn an zu schätzen. Allein das Durchforsten eines automatisch generierten Codes, um die relevanten Stellen zu identifizieren und zu ändern dürfte die eingesparten Kosten zu Beginn wieder komplett auffressen - und, glauben Sie mir, Sie werden nach dieser Erkenntnis sowieso auf eine "handgeschriebene" Version umsteigen - dieses Lehrgeld können Sie sich auch sparen.
Es wird immer wieder darüber diskutiert, ob bereits das Erstellen eine Website mit einer
Programmierung gleich zu setzen ist - spätestens wenn mehr als das bloße Darstellen einer
Information gewünscht ist, wird die Programmierung unverzichtbar.
Viele Sachen sind noch mit der clientseitig nutzbaren Programmierung JavaScript zu lösen,
vorausgesetzt, der Website-Ersteller hat die nötige Kompetenz und Erfahrung.
Die Angst, durch Viren, Würmer und Trojaner attackiert zu werden, führt aber dazu, dass
immer mehr Browser in Ihrer Einstellung gegen JavaScript geblockt werden, dann ist der Nutzen
dahin und aus Ihrer sinnvollen Website wird eine funktionsreduzierte Version, für die sich
kein Mensch mehr interessiert.
Wird stattdessen die serverseitige Programmierung gewählt (z. B. PHP), ist Ihre Seite deutlich
wertiger (sie funktioniert trotz der Sicherheitseinstellungen), wichtig ist allerdings, dass Ihr
WebHoster PHP auch unterstützt.
Bietet er darüber hinaus auch noch MySQL (eine relationale Datenbank) an, kann aus Ihrer Website
ein wertvolles Vertriebs- und Absatzförderungs-Instrument werden.
Ist in Ihrem Angebot auch noch UMS (unified messaging system) enthalten, können Sie Anrufe und
Faxe zentral entgegen nehmen und als E-Mail-Anhang entsprechend archivieren.
Die im vorherigen Punkt aufgeführten Möglichkeiten, Sprache und Text als E-Mail-Anhang
zu erhalten, aber auch die durch die Programmierung gegebene Möglichkeit, mit dem Kunden
interaktiv zu kommunizieren, bedingen ein konsequentes Nutzen des Mail-Client-Programms (z. B. Outlook, Outlook Express, Mozilla, Eudora und ähnliche).
Wer über das Internet Kontakt aufnimmt, erwartet eine schnelle Reaktionszeit, das bedeutet,
die Menge an Mails muss sinnvoll kanalisiert werden.
An erster Stelle steht hier der Spam-Filter, der mit entsprechender Sensibilität (die guten
ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen - Aschenputtel, Sie erinnern sich?) dafür
sorgt, dass Ihre wertvolle Arbeitszeit auch sinnvoll genutzt werden kann.
Ist Spam ein Thema oder dient es nur dazu, ein Problem künstlich hochzuspielen?
Mein Spamfilter zeigt mir an, dass er durchschnittlich 428 unerwünschte Werbe-Mails (in der
Spitze 1.151) täglich herausgefiltert hat - schätzen Sie für sich selbst, wieviel
Zeit Sie zum manuellen Herausfiltern brauchen - Zeit, die Ihre Produktivität einschränkt.
An nächster Stelle steht das Organisieren einer Ordnerstruktur im Mail-Programm mit der
Nutzung der automatischen Optionen. Hierdurch wird die Post in die dafür bestimmten
Ordner abgelegt, es erfolgt - je nach Einstellung - eine Empfangsbestätigung (Auto-Response)
bzw. eine automatische Ablage und Benachrichtigung des jeweiligen Sachbearbeiters.
Last but not least - innerbetrieblich muss dafür gesorgt werden, dass der Mail-Client als Autostart beim Hochfahren des Rechners direkt aufgerufen (nicht vergessen) wird und es müssen klare Absprachen getroffen werden, zu welchem Zeitpunkt die eingehenden Mails spätestens bearbeitet werden, die Geschäftsführung automatisch in den Verteiler integriert wird (aus Haftungsgründen!), die Abwesenheits- bzw. Urlaubsvertretung geregelt werden - wir sprechen hier von einer konkreten Prozessbeschreibung und das allein bei einer banalen "Mailgeschichte".
Dieses Thema beherrschte lange Zeit die Werbeszenerie - hat aber nach wie vor nichts an Bedeutung
verloren. Hier sollte die klare Linie zu Ihrem Unternehmen weiterhin erkennbar sein, Schriftstil
und -größe, Logo - alles soll mit Ihrem Unternehmen im Einklang stehen, die Darstellung
im Internet soll die konsequente Weiterführung Ihrer Papier-Unterlagen sein.
Im gleichen Atemzug sollten auch alle Druckstücke um die Internet-Adresse erweitert werden
(Visitenkarte und Aufdruck auf Auto und Prospekten nicht vergessen).
Dieser Begriff lässt sich in etwa mit Gemeinschaft übersetzen, hier geht es schlichtweg
um den Zusatznutzen, den Ihre Website nicht nur für Ihre Kunden interessant macht, sondern
darüber hinaus insbesondere für die Nicht-Kunden (selbstverständlich mit dem Ziel,
diese als Kunden zu gewinnen).
Hier bietet sich an, regelmäßig Neuigkeiten zu veröffentlichen (z. B. Änderung der
steuerlichen Behandlung von Lebensversicherungen mit Empfehlungen zur sinnvollen Reaktion),
allgemeine Tipps und Tricks (vielleicht: was unsere Großmutter noch wusste ....), regionale
Events und Veranstaltungen (stellen Sie sich einmal vor, Ihr potentieller Kundenkreis informiert
sich ständig auf Ihrer Seite und liest dabei Ihren Namen), Gästebuch (vielleicht schreiben
einige Kunden wertvolle Kommentare über Ihre Arbeit und regen damit andere an, ebenfalls Kunde
zu werden).
Ihr Internetauftritt ist um so wertvoller, wie ein Unbedarfter, der Ihre Webadresse nicht kennt,
Sie trotzdem mittels Suchbegriffe findet.
Dies geschieht zum einen durch optimierte Begriffe in Überschriften und sogenannte Tags,
noch mehr aber durch das sinnvolle Anmelden bei entsprechenden Suchmaschinen.
Wenn dann noch berücksichtigt wird, dass ein sauberer Code nach Vorgaben des W3-Konsortiums
Vorteile in der Rangstelle bringt (unsauberer bedeutet zwangsläufig Rückstufung, im
schlimmsten Fall sogar komplette Disqualifikation), ergibt sich schon allein daraus die Erfordernis,
diese Arbeit von fachkundiger Seite erstellen zu lassen und sich nicht auf Laien bzw. vollautomatische
Programme zu verlassen.
Damit die Website auch ständig gepflegt und aktualisiert werden kann - vor allem bezüglich
des Zusatznutzens der Community, muss auf Ihrem Computer-System eine lokale Webumgebung erstellt
werden, das heisst eine WAMP- (Windows, Apache, MySQL, PHP) oder LAMP- (L für Linux) Umgebung
installiert werden und ein FTP-Client (File-Transfer-Protokoll) eingerichtet werden, dass die
Änderungen ohne große Umstände per Knopfdruck auf den Server hochgeladen werden
können und dann augenblicklich veröffentlicht und verfügbar sind.
Jetzt haben Sie in einer kleinen Zusammenstellung eine erste Übersicht über die
Webpräsenz und die damit korrespondierenden Maßnahmen erhalten es fehlt nur noch eins,
die Erstellung Ihrer
Diesen Punkt habe ich an den Schluss gestellt, weil er tatsächlich der unwichtigste in der
ganzen Kette ist und ohne Berücksichtigung der Vorbemerkungen letzlich nur eine
Insellösung darstellt, die losgelöst vom Geschäftsbetrieb sozusagen ein Eigenleben
führt.
Ich gehe davon aus, dass Sie spätestens jetzt den Unterschied zwischen der Erstellung einer
Website auf der einen Seite und der ganzheitlichen Problemlösung als Geschäftsprozess auf der anderen Seite erkannt
haben.
Habe ich Sie mit dieser Beschreibung in die Lage versetzt, jetzt auf meine Dienstleistung
verzichten zu können?
Diese Frage muss man mit einem Ja beantworten - ich habe für Sie einen Großteil der Vorüberlegungen zusammengefasst.
Haben Sie die Zeit dazu, sich um diese Punkte selbst zu kümmern, dann sind Sie in ihrem
Betrieb anscheinend nicht ausreichend gefordert (oder setzen Sie etwa die kostbare Zeit, die Sie
Ihrer Familie widmen wollten, dafür ein?).
Dann kann es durchaus Sinn machen, Ausgaben durch Eigeninitiative zu sparen. Aber: Hand auf´s Herz!
Sind Sie sicher, dass Sie überhaupt eine Website brauchen?
Wenn der Fachmann für Sie tätig wird (er muss die Erfahrungen nicht ständig neu machen), ist sein Zeitaufwand deutlich geringer und die für Sie entstehenden Kosten wahrscheinlich günstiger als Ihr entgangener Verdienst, wenn Sie dies alles selbst machen wollten.
Aber ich bin sicher, dass Sie von Ihrem geschäftlichen Denken her das
selbst schon erkannt haben und ich mir die letzten Anmerkungen von daher hätte
sparen können - aber Sie waren auch gar nicht gemeint..